Kitas, auf die man sich verlassen kann: Warum wir die KiBiz-Reform gut finden
Wer Schicht arbeitet, in der Pflege oder im Handwerk, kennt den Anruf am Morgen: Die Kita macht heute früher zu, Personal fehlt. Dann fällt die Arbeit aus oder die Oma muss einspringen. Mit der Reform des Kinderbildungsgesetzes stellt das Land ab dem Kita-Jahr 2027/28 mehr als 420 Millionen Euro zusätzlich bereit. Aus Sicht der CDA ist das der richtige Schritt, auch wenn er nicht der letzte sein kann.
Warum die Reform wichtig ist, erklärt auch Daniel Scheen-Pauls, Landesvorsitzender der CDA NRW und Landtagsabgeordneter, in einem kurzen Video auf unseren Kanälen. Alle findet ihr unter cda-muenster.de/social.
Was beschlossen wurde
Der Landtag hat die Reform am 16. Juli 2026 mit den Stimmen von CDU und Grünen verabschiedet. Sie gilt ab dem 1. August 2027. Die wichtigsten Punkte:
Warum wir als CDA dahinterstehen
Weil Arbeit und Familie zusammenpassen müssen. Eine Kita, die verlässlich öffnet, ist für berufstätige Eltern die Voraussetzung dafür, überhaupt arbeiten zu können. Das betrifft besonders Mütter, die sonst in Teilzeit hängen bleiben, und alle, die früh anfangen oder spät aufhören.
Weil auch Kita-Beschäftigte Arbeitnehmer sind. In den Kitas in NRW arbeiten inzwischen rund 175.000 Menschen. Viele sind am Anschlag, weil sie Kinder betreuen und nebenbei Listen führen, Essen bestellen und Lücken stopfen. Helferinnen für den Alltag und eine bessere Ausbildung entlasten genau diese Leute.
Weil der Aufstieg in der Kita beginnt. Ob ein Kind gut Deutsch spricht, wenn es in die Schule kommt, entscheidet viel über seinen weiteren Weg. Sprachförderung und Chancen-Kitas setzen dort an, wo es am meisten bringt. Das ist christlich-soziale Politik im besten Sinn: nicht erst reparieren, wenn es zu spät ist.
Was noch fehlt
Es gibt auch Kritik, und die nehmen wir ernst. Die Wohlfahrtsverbände sprechen von einer verpassten Chance und verweisen auf die hohen Eigenanteile der Träger. Die GEW befürchtet, dass die Randzeiten zur Betreuung zweiter Klasse werden. Im Gesetzgebungsverfahren wurde deshalb nachgebessert: Die Kernzeit liegt jetzt bei mindestens 35 Stunden in der Woche statt 25. Den großen Umbau der Kita-Finanzierung hat das Land für später angekündigt. Daran werden wir es messen.
Für Münster heißt das: Wir schauen genau hin, wie das Geld vor Ort ankommt, und reden darüber gerne mit Eltern, Trägern und Beschäftigten. Meldet euch bei uns.